Wärmeüberschuss im Sommer
Von "Energie aus Abfall für die Wärme von morgen"
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Mit dem geplanten Bau einer Klärschlammmonoverbrennung, eines Holz- und eines Abfallheizkraftwerks wird es in Chemnitz bald viele Fernwärmeerzeuger geben, die mehr oder weniger 24/7 durchlaufen. Wie passt das in ein Energiesystem, das auf volatilen Erneuerbaren beruht und in dem thermische Kraftwerke ihre Profitabilität nicht mehr durch Grundlastfähigkeit, sondern durch Flexibilität sichern?
Stromseitig wird es so also häufig zu Situationen kommen, in denen Strom (z.B. durch PV-Einspeisung) im Überschuss vorhanden und das Abfall-HKW diesen teuer bei negativen Preisen einspeisen muss.
Auch Wärmeseitig wird im Sommer sicher häufig die Situation eintreten, dass die Erzeugung aus den HKWs über lange Zeiträume deutlich höher als die Fernwärmelast ist, sodass auch Speicherung die Überschüsse nicht auffangen kann. Gibt es z.B. Pläne, die Speicherkapazitäten in Chemnitz zu erhöhen, um die "Vernichtung" von Wärmeenergie zu vermeiden?
Wie wirken sich diese Überkapazitäten auf die Wirtschaftlichkeit der geplanten Wärmepumpenprojekte aus? Wenn an warmen Tagen häufig kein weiterer Wärmebedarf besteht, können diese ja nicht als flexible Stromnachfrager eingesetzt werden und verlieren so ein großes Erlöspotenzial.
