@Steffen Warta
Sehr geehrter Herr Warta, vielen Dank für Ihre Frage, die wir hiermit gern beantworten. Ihre Frage ist natürlich wesentliche Grundlage unserer Planungen. eins beabsichtigt ein Abfallheizkraftwerk zu errichten, welches die Möglichkeit bietet, die Restabfälle der süd-/westsächsischen Region zu verwerten. Schaut man sich hier die Siedlungsabfallbilanzen an, liegt man bei etwa 200.000 Tonnen Restabfällen inkl. sperrigen Abfällen (vgl. Siedlungsabfallbilanz Sachsen: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/46303). Daneben sollen auch Gewerbeabfälle mitverbrannt werden, um Schwankungen bei der Restabfallmengen und -zusammensetzung auszugleichen und einen stabilen sicheren Verwertungsprozess sicherzustellen.
Eine neu zu errichtende, moderne und effiziente Abfallverwertungsanlage in der Region kann die Entsorgungssicherheit direkt vor Ort gewährleisten, längere Transportwege entfielen und es sind stabile Gebühren für die Abfallverwertung zu erwarten. Zudem wird der Anteil der erneuerbaren Wärme im Fernwärmenetz von Chemnitz signifikant erhöht, da im Abfall ein biogener Anteil enthalten ist und es sich dabei laut gesetzlicher Definition um die Nutzung „unvermeidbarer Abwärme“ handelt.
Die geplante Anlage wird nach dem aktuellen Stand der Technik errichtet. Der Bau und Betrieb eines Abfallheizkraftwerks unterliegt nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz strengen Auflagen, darunter eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung, die Einhaltung strenger Emissionsgrenzwerte gemäß 17. BImSchV sowie eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Es können weitere gesetzliche Auflagen zum Tragen kommen. Dies wird im Rahmen des Genehmigungsverfahrens intensiv von den zuständigen Behörden geprüft. Grundsätzlich muss die Anlage emissionsarm betrieben werden – Grenzwerte für Schadstoffe sind genau geregelt. Ein wesentlicher Teil der Überwachung erfolgt durch kontinuierliche Messungen. Diese Daten werden in Echtzeit erhoben, um sicherzustellen, dass die Emissionen unter den vorgeschriebenen Grenzwerten bleiben.
Reicht die in Chemnitz anfallende Menge aus um dieses Kraftwerk zu betreiben? Wenn nicht wie kommt der Müll hierher?
Von "Energie aus Abfall für die Wärme von morgen"
Zum Projekt
Bedenken zum Transport und der Lagerung des Mülls in die Nähe der angrenzenden Wohngebiete. Die Gießerei und das Kohlekraftwerk sind ist endlich Geschichte und schon soll die Umwelt mit einem Müllkraftwerk oder Klärschlammkraftwerk belastet werden. Oder?
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Letztes Update: 27. Juni 2025
Veröffentlicht am 27. Juni 2025
Kommentare(1)
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Profil von Steffen Warta
Gepostet von:Steffen Warta
vor 3 Monaten
Das klingt alles sehr gut. Allerdings wurde die Gießerei auch nach Stand der Technik umgebaut und betrieben und für die Anwohner war diese Fabrik bis zum Schluss eine Belastung. Ich habe kein Verständnis seine Müllverbrennungsanlage in der Nähe von Wohn - und Erholungsgebieten ( Küchwaldpark ) zu planen und zu betreiben. Ich habe auch kein Vertrauen zu den Behörden die das genehmigen. Wo wird denn der Restmüll jetzt entsorgt? Irgendwie funktioniert es ja auch ohne Verbrennungsanlage.
Steffen Warta
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